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MiloĆĄ Zeman
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MiloĆĄ Zeman (; * 28. September 1944 in KolĂn, Protektorat Böhmen und MĂ€hren) ist ein tschechischer Politiker. Er war von 1998 bis 2002 MinisterprĂ€sident und vom 8. MĂ€rz 2013 bis zum 8. MĂ€rz 2023 der dritte StaatsprĂ€sident der Tschechischen Republik. Aufgrund der gesetzlichen Ănderung des Wahlverfahrens im Jahr 2012 wurde er als erstes tschechisches Staatsoberhaupt direkt vom Volk gewĂ€hlt.
Contents
âą Herkunft
âą Werdegang
⹠PrÀsidentschaft
âą Kernenergie
âą Nahostkonflikt
âą China
âą Klimawandel
âą Privatleben
âą Werke
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Herkunft
MiloĆĄ Zeman wurde am 28. September 1944 als Sohn des Postbeamten Josef Zeman (1903â1957) und seiner Ehefrau Marie geb.SkokanovĂĄ (1917â1997), einer Lehrerin, in KolĂn geboren.cite-ref-0-1-0[1]cite-ref-1-2-0[2] Seine Eltern lieĂen sich scheiden, als er erst zwei Jahre alt war, und so wuchs er bei seiner Mutter und seiner GroĂmutter mĂŒtterlicherseits, Marie SkokanovĂĄ (1879â1959), auf.cite-ref-0-1-1[1]cite-ref-3[3]
Werdegang
Vor der Samtenen Revolution
Nach dem Abschluss des Wirtschaftsgymnasiums wurde er aus politischen GrĂŒnden zunĂ€chst nicht zum Studium zugelassen und begann erst vier Jahre spĂ€ter ein Fernstudium an der WirtschaftsuniversitĂ€t Prag, das er im Jahr 1969 abschloss.cite-ref-1-2-1[2] Im Zuge des Prager FrĂŒhlings war er kurzzeitig Mitglied der KSÄ, wurde aber bereits zwei Jahre spĂ€ter wieder ausgeschlossen, weil er Kritik am Regime geĂ€uĂert hatte.cite-ref-1-2-2[2] Aus demselben Grund hatte er in den folgenden Jahren Schwierigkeiten, eine Arbeit zu finden. Ab 1970 arbeitete er fĂŒr die Sportorganisation Sportpropag, fĂŒr die er ein Prognosezentrum einrichtete. Nachdem jedoch hieraus systemkritische Verlautbarungen bekanntgeworden waren, wurde es 1984 geschlossen. Danach arbeitete Zeman in der landwirtschaftlichen Organisation Agrodat. Ein wissenschaftlicher Beitrag fĂŒr die Zeitschrift TechnickĂ©m magazĂnu (Technisches Magazin), in dem er mit wissenschaftlichen Argumenten Kritik am Regime ĂŒbte, fĂŒhrte auch hier, kurz vor der politischen Wende 1989, zu seiner Entlassung.cite-ref-1-2-3[2]
Eintritt und Aufstieg in der ÄSSD
Ende 1989 engagierte sich Zeman wĂ€hrend der Samtenen Revolution im BĂŒrgerforum, 1990 wurde er fĂŒr das BĂŒrgerforum ins tschechoslowakische Parlament gewĂ€hlt und ĂŒbernahm den Vorsitz des Haushaltsausschusses.
1992 trat er in die sozialdemokratische Partei (ÄSSD) ein und wurde fĂŒr diese wiederum ins tschechoslowakische Parlament gewĂ€hlt, das zum 31. Dezember 1992 mit der Auflösung der Tschechoslowakei seine TĂ€tigkeit einstellte. Ab 1993 war er Vorsitzender der tschechischen Sozialdemokraten, wobei er sich in der Wahl gegen den spĂ€teren Vorsitzenden JiĆĂ Paroubek durchsetzte. Bei den Wahlen 1996 wurde er ins tschechische Abgeordnetenhaus gewĂ€hlt und wurde als Ergebnis einer UnterstĂŒtzungsĂŒbereinkunft mit dem amtierenden MinisterprĂ€sidenten VĂĄclav Klaus, dem zum Weiterregieren seiner Regierung eine Stimme fehlte, sogleich ParlamentsprĂ€sident.
MinisterprÀsident
Nach dem Wahlsieg der Sozialdemokraten bei den vorgezogenen Abgeordnetenhauswahlen im Juni 1998 wurde er mit der Regierungsbildung beauftragt und war dann vom 17. Juli 1998 bis zum 12. Juli 2002 tschechischer MinisterprĂ€sident. Dabei wandte er eine spezielle Form der politischen Zusammenarbeit an: Seine Minderheitsregierung wurde im Parlament von der ODS unterstĂŒtzt, diese UnterstĂŒtzung wurde mit einem Oppositionsvertrag abgesichert. 2001 gab er den Parteivorsitz an VladimĂr Ć pidla ab.
Bei den Wahlen von 2002 kandidierte er nicht mehr (sein Nachfolger wurde ebenfalls VladimĂr Ć pidla) und verkĂŒndete seinen Ausstieg aus der Politik.
PrÀsidentschaftskandidatur 2003
Dennoch lieĂ er sich im Februar 2003 in der zweiten Runde der damals von den Parlamentskammern Abgeordnetenhaus und Senat durchgefĂŒhrten PrĂ€sidentschaftswahlen als PrĂ€sidentschaftskandidat aufstellen, konnte aber nicht einmal alle Stimmen seiner eigenen Partei auf sich vereinigen. Dies fĂŒhrte dazu, dass Zeman sich verraten fĂŒhlte und mit vielen seiner frĂŒheren politischen Freunde brach, unter anderem auch VladimĂr Ć pidla. Es siegte am Ende ĂŒberraschend VĂĄclav Klaus.
Im MĂ€rz 2007 verlieĂ Zeman nach einem Streit mit dem amtierenden Parteivorsitzenden JiĆĂ Paroubek die ÄSSD.
Im Dezember 2009 rief Zeman die Partei der BĂŒrgerrechte (Strana PrĂĄv ObÄanĆŻ, SPOZ) ins Leben und trat bei der Parlamentswahl 2010 als Spitzenkandidat auf. Mit 4,3 Prozent verfehlte die Partei den Einzug ins Parlament zwar knapp, kostete aber insbesondere die Sozialdemokraten WĂ€hlerstimmen. Nach dieser Niederlage kĂŒndigte Zeman erneut seinen RĂŒckzug ins Private an.
PrÀsidentschaft
MiloĆĄ Zeman trat trotz seiner RĂŒckzugsankĂŒndigung als Kandidat seiner Partei bei der PrĂ€sidentschaftswahl in Tschechien 2013 an, die erstmals als Direktwahl durchgefĂŒhrt wurde. Im ersten Wahlgang erhielt Zeman eine knappe relative Mehrheit der Stimmen und gewann dann in der Stichwahl gegen den damaligen AuĂenminister Karel Schwarzenberg.cite-ref-4[4] Seine Vereidigung als PrĂ€sident vor den beiden Kammern des Parlaments fand am 8. MĂ€rz 2013 statt.cite-ref-5[5]
Im ersten Wahlgang der PrĂ€sidentschaftswahlen 2018 erhielt er mit 38,56 % nicht die absolute Mehrheit. In der Stichwahl gewann er am 27. Januar 2018 mit 51,36 % der gĂŒltigen Stimmen gegen den parteilosen JiĆĂ DrahoĆĄ.cite-ref-6[6]
krankenhausaufenthalteNachdem er bereits mehrfache Krankenhausaufenthalte hinter sich hatte, wurde Zeman kurz nach der Abgeordnetenhauswahl im Oktober 2021 erneut in das MilitĂ€rkrankenhaus ĂstĆednĂ vojenskĂĄ nemocnice eingeliefertcite-ref-7[7] und war dort bis Anfang November auf der Intensivstation.cite-ref-sz-20211015-8-0[8]cite-ref-faz-20211104-9-0[9] Nachdem er Mitte Oktober 2021 aufgrund von den behandelnden Ărzten des als nicht arbeitsfĂ€hig mit ungewisser Aussicht bezeichnet wurde, leitete der Senat erste Schritte zu einer Feststellung seiner AmtsunfĂ€higkeit ein.cite-ref-faz-20211104-9-1[9]cite-ref-sz-20211102-10-0[10] Zemans Zustand verbesserte sich jedoch und er konnte am 17. Dezember die neue Regierung Petr Fiala angeloben.
Trotz seiner fortschreitenden gesundheitlichen Probleme blieb Zeman bis zum Ende seines Mandats im Amt. Am 8. MĂ€rz 2023 nahm er an der AmtseinfĂŒhrung seines Nachfolgers Petr Pavel teil. Danach zog er in sein neues Haus in LĂĄny westlich von Prag, richtete jedoch wenig spĂ€ter auch ein BĂŒro in Prag ein, um dort Besucher zu empfangen und Interviews zu geben.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12]
Akzeptanz in der Bevölkerung
Zeman ist fĂŒr seine polarisierenden politischen Standpunkte bekannt, die er immer wieder in scharfen, teils polemischen ĂuĂerungen vertritt. Seine oftmals drastische und undifferenzierte Wortwahl hat ihm zuweilen die Bezeichnung âPöbel-PrĂ€sidentâ eingebracht.cite-ref-13[13]cite-ref-4-14-0[14]cite-ref-5-15-0[15]cite-ref-16[16] So Ă€uĂerte er z. B. in einem Interview 2014 ĂŒber ihm gegenĂŒber kritisch eingestellte Journalisten: âDie meisten Kommentatoren kommen aus dem MĂŒlleimer und gehören deshalb in die Latrine. DafĂŒr habe ich nur Verachtung ĂŒbrig.âcite-ref-4-14-1[14] Nach EinschĂ€tzung von Beobachtern hat Zeman durch seine polarisierende und ĂŒberaus minderheitenkritische Art stark zu einer Spaltung der tschechischen Gesellschaft beigetragen.cite-ref-17[17]
Im November 2014 brachen die Beliebtheitswerte des PrĂ€sidenten dramatisch ein: ErklĂ€rten im Oktober 2014 noch 58 Prozent der reprĂ€sentativ Befragten, dem PrĂ€sidenten zu vertrauen (im Gegensatz zu 40 Prozent, deren Vertrauen er ausdrĂŒcklich nicht hatte), so erklĂ€rten im November 2014 nur noch 37 Prozent, dem PrĂ€sidenten zu vertrauen, und 60 Prozent drĂŒckten ihr Misstrauen aus. Dies waren die schlechtesten Beliebtheitswerte seit Zemans Amtsantritt.cite-ref-18[18] GemÀà einer Umfrage Anfang Januar 2016 lag Zemans Beliebtheit wieder bei 59 %. Der Anstieg der Beliebtheit wurde als Reaktion auf Zemans Positionen zur europĂ€ischen FlĂŒchtlingskrise gedeutet.cite-ref-19[19]
Die knappe Wiederwahl Zemans im Jahr 2018 wurde als Anzeichen dafĂŒr gelesen, dass die tschechische Gesellschaft mittlerweile in Bezug auf den PrĂ€sidenten Ă€uĂerst polarisiert sei.cite-ref-20[20]
Politische Positionen
Kernenergie
Zeman zeigte sich immer als entschiedener BefĂŒrworter der Kernenergie. Er machte sich stark fĂŒr den Ausbau des Kernkraftwerks TemelĂn, das fĂŒr ihn fĂŒr die energetische UnabhĂ€ngigkeit Tschechiens stand.cite-ref-2-21-0[21]
Vertreibung der Sudetendeutschen
GegenĂŒber den Sudetendeutschen nahm Zeman jederzeit eine unerbittliche Haltung ein. So bezeichnete er sie 2002 als âHitlers FĂŒnfte Kolonneâ, woraufhin der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder einen geplanten Staatsbesuch in Prag absagte.cite-ref-22[22] Bei einer anderen Gelegenheit Ă€uĂerte Zeman polemisch, dass die Tschechoslowakei den Sudetendeutschen mit der Vertreibung einen Gefallen getan habe, weil diese dadurch âheim ins Reichâ gekommen seien, so wie sie es ja selbst gewollt hĂ€tten.cite-ref-23[23] Wiederholt vertrat er den Standpunkt, dass die Sudetendeutschen zu 90 Prozent VerrĂ€ter gewesen seien, weswegen sie â im Vergleich zur Todesstrafe â mit der Vertreibung noch recht milde bedient worden seien. In diesem Zusammenhang stellte er sich auch klar hinter die BeneĆĄ-Dekrete, denen er weiterhin RechtsgĂŒltigkeit beimaĂ; dabei berief er sich auch auf ein aktuelles Urteil des tschechischen Verfassungsgerichts.cite-ref-2-21-1[21] Im Wahlkampf zur PrĂ€sidentschaftswahl 2013 bediente er sich scharfer, nicht immer sachlicher Worte gegenĂŒber seinem deutschstĂ€mmigen Mitbewerber Karel Schwarzenberg und nannte ihn abfĂ€llig âSudeƄåkâ (Tschechisch fĂŒr âSudetendeutscherâ).cite-ref-24[24] Die österreichische Tageszeitung Die Presse schrieb den Wahlsieg Zemans einer âbeispiellosen antideutschen Schmutzkampagneâ gegen Schwarzenberg zu.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]
WĂ€hrend seiner Amtszeit als PrĂ€sident hielt Zeman an seiner unnachgiebigen Haltung gegenĂŒber den Sudetendeutschen fest und rechtfertigte weiterhin nachdrĂŒcklich deren Vertreibung aus seinem Land. Nachdem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel anlĂ€sslich des internationalen FlĂŒchtlingstages am 20. Juni 2018 geĂ€uĂert hatte, trotz der nationalsozialistischen Gewalttaten bleibe die Vertreibung bzw. Tötung der Deutschen aus den Ostgebieten (davon 3 Millionen aus der Tschechoslowakei) bitteres Unrecht und sei weder moralisch noch politisch gerechtfertigt gewesen, lieĂ Zeman durch seinen Sprecher erklĂ€ren, er missbillige ihre Aussage âzutiefstâ (âhluboce nesouhlasĂâ).cite-ref-27[27]
Nahostkonflikt
Im Nahostkonflikt positionierte sich Zeman eindeutig auf der Seite Israels.cite-ref-28[28]
Als Ausdruck der von ihm favorisierten Ein-Staat-Lösung fĂŒr Israel schlug Zeman im Februar 2002 in einem Interview mit der israelischen Tageszeitung Haaretz vor, dass Israel die PalĂ€stinenser aus dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen vertreiben solle, so wie die Tschechoslowakei einst die Deutschen aus dem Sudetenland vertrieben habe.cite-ref-guardian-29-0[29] Den PalĂ€stinenser-FĂŒhrer Jassir Arafat verglich er in diesem Zusammenhang mit Adolf Hitler, was ihm nicht nur wĂŒtende Reaktionen aus der arabischen Welt, sondern auch eine RĂŒge seitens der EuropĂ€ischen Union einbrachte.cite-ref-guardian-29-1[29] Im Juni 2011 nannte er den Islam einen âFeindâ, eine âAntizivilisation, die sich von Nordafrika bis nach Indonesien erstreckt. Zwei Milliarden Menschen leben in ihr, finanziert teils durch Ăl-, teils durch DrogengeschĂ€fteâ. Muslime, die an den Koran glauben, bezeichnete er pauschal als Antisemiten und stellte sie in eine Reihe mit den Nationalsozialisten.
Unter anderem bei einem Staatsbesuch in Israel 2018 machte er sich erneut fĂŒr eine Ein-Staat-Lösung stark und schlug dabei radikalere Töne an als der damalige israelische StaatsprĂ€sident Reuven Rivlin, der sich ebenfalls grundsĂ€tzlich fĂŒr ein solches Modell einsetzte.cite-ref-30[30]
Am 11. Juli 2022 erhielt Zeman im Rahmen eines Festaktes auf der Prager Burg vom israelischen PrĂ€sidenten Jitzchak Herzog die PrĂ€sidenten-Medaille, die höchste zivile Auszeichnung Israels. Damit, so Herzog, solle Zemans âtiefe Freundschaft mit dem jĂŒdischen Volk und seine bestĂ€ndige UnterstĂŒtzung fĂŒr Israel auf internationaler BĂŒhneâ gewĂŒrdigt werden,cite-ref-3-32-1[32]
China
AnlĂ€sslich eines Staatsbesuchs 2014 in China erklĂ€rte Zeman, er wolle die Chinesen nicht ĂŒber Marktwirtschaft und Menschenrechte belehren, sondern seinerseits lernen, âwie man das Wirtschaftswachstum ankurbelt und die Gesellschaft stabilisiertâ. Auch seien Tibet und Taiwan integrale Bestandteile des Landes, und er erwarte bald eine Lösung des Taiwan-Konflikts im Sinne einer Wiedervereinigung.
FlĂŒchtlingskrise
Zeman bezeichnete den FlĂŒchtlingszustrom in seiner Weihnachtsansprache 2015 als âorganisierte Invasionâ und sprach sich mit den Worten âDieses Land ist unser Land, es ist nicht fĂŒr alle da und kann auch nicht fĂŒr alle da seinâ gegen die Aufnahme von FlĂŒchtlingen durch sein Land aus. Weiterhin appellierte er an junge MĂ€nner aus Syrien, dass diese âlieber in ihrem Heimatland gegen Islamisten kĂ€mpfen sollten, statt nach Europa zu fliehenâ.cite-ref-welt-150346836-33-0[33] Bereits im Herbst 2015 hatte Zeman eine Petition seines VorgĂ€ngers VĂĄclav Klaus unterstĂŒtzt, die Quoten zurĂŒckweist und vor âeiner kĂŒnstlichen Vermischung der Nationen, Kulturen und verschiedenen Religionenâ warnte.cite-ref-34[34] Im Februar 2016 erklĂ€rte Zeman bei einem Treffen sozialdemokratischer Politiker in der slowakischen Hauptstadt Bratislava, die einzige Lösung der FlĂŒchtlingskrise sei die âDeportation von WirtschaftsflĂŒchtlingen und denjenigen, die fĂŒr religiöse Gewalt und religiösen Hass eintretenâ.cite-ref-35[35] Anfang August 2016 rief er das Parlament in Prag dazu auf, diesbezĂŒgliche EU-Quoten zu ignorieren, und sagte: âMit der Aufnahme von Migranten wĂŒrden wir den NĂ€hrboden fĂŒr barbarische Angriffe auf dem Gebiet der Tschechischen Republik schaffen.âcite-ref-36[36] In gleicher Weise kommentierte er Anfang September 2017 das Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs zur RechtmĂ€Ăigkeit der EU-FlĂŒchtlingsquoten: âWenn es hart auf hart kommt, ist es immer besser, auf EU-Subventionen zu verzichten, als Migranten hereinzulassen.âcite-ref-sz-20170906-37-0[37]
Krieg in der Ukraine
Zeman hat die Wirtschaftssanktionen der EuropĂ€ischen Union gegenĂŒber Russland im Gefolge der Annexion der Krim durch Russland mehrfach kritisiert und erklĂ€rt, dass es sich bei dem Krieg in der Ukraine seit 2014 um einen BĂŒrgerkrieg handele und nicht um einen von auĂen herangetragenen Konflikt. Daneben seien die Ereignisse auf dem Euromaidan, die zum Sturz des pro-russischen PrĂ€sidenten Wiktor Janukowytsch fĂŒhrten, âkeine demokratische Revolutionâ gewesen.cite-ref-38[38]cite-ref-39[39]cite-ref-welt-135977251-40-0[40]
Wahlverlierer Schwarzenberg sowie andere oppositionelle Gruppen stuften die Position Zemans als pro-russisch bzw. âputinfreundlichâ ein.cite-ref-41[41]
Von allen westlichen Politikern zitiert die russische Propaganda Zeman â relativ zur Bevölkerungszahl â direkt nach Angela Merkel am zweithĂ€ufigsten und lobt ihn fĂŒr seine âUnabhĂ€ngigkeitâ. Tschechischen Verschwörungstheoretikern und Desinformations-Webseiten vermittelt er LegitimitĂ€t.cite-ref-42[42]
Mit dem Ăberfall Russlands auf die Ukraine Ă€nderte Zeman am 24. Februar 2022 seinen bisherigen Kurs um 180 Grad und entschuldigte sich fĂŒr seine bisherige NĂ€he zum Kreml.cite-ref-43[43] Er sprach von einer âunprovozierten Aggressionâ Russlands gegen die Ukraine, machte sich fĂŒr Sanktionen gegenĂŒber Russland stark und fĂŒgte mit Blick auf Wladimir Putin an: âDer VerrĂŒckte muss isoliert werdenâ.cite-ref-44[44]cite-ref-45[45]
EuropÀische Integration
Zeman war BefĂŒrworter des EU-Beitritts Kroatiens und drĂŒckte seine Hoffnung auf eine baldige Aufnahme Serbiens aus.cite-ref-46[46] Ein EU-Beitritt weiterer Balkanstaaten stand fĂŒr ihn aber nicht zur Disposition. Zeman ist ein Gegner der Anerkennung des unabhĂ€ngigen Kosovo durch Tschechien.
2010 sprach sich Zeman fĂŒr einen tschechischen Eurobeitritt aus.cite-ref-47[47]
Klimawandel
Zeman bezeichnete 2019 den Kampf gegen den Klimawandel als ĂŒbertrieben und verglich die Diskussion darĂŒber mit einer neuen Religion. Sich selbst nannte er in diesem Zusammenhang einen Ketzer.cite-ref-48[48]
Andere StaatsoberhÀupter
Zeman galt als Bewunderer des amerikanischen PrÀsidenten Donald Trump sowie des chinesischen Staatsoberhauptes Xi Jinping.cite-ref-49[49]
AmtsverstÀndnis als PrÀsident
Begnadigungspraxis
Schon vor seiner Wahl zum StaatsprĂ€sidenten hatte Zeman angekĂŒndigt, dass er sich umfangreicher Begnadigungen und Amnestien enthalten wolle, im Gegensatz zu seinem VorgĂ€nger Klaus.cite-ref-50[50] Ab 2016 sprach er trotzdem vereinzelt Begnadigungen aus, wobei es allerdings vor dem Hintergrund seiner frĂŒheren ĂuĂerungen erst recht Befremden auslöste, wer nun ausgerechnet in den Genuss seiner Begnadigungen kam. Besonderes Aufsehen erregte im Jahr 2017 der Fall des mehrfach wegen Verbrechen, darunter einem doppelten Auftragsmord, verurteilten JiĆĂ KajĂnek aus.cite-ref-51[51] Zuvor hatte KajĂnek stets seine Unschuld betont; und laut Zemans Sprecher hatte es Verfahrensfehler gegeben; ernsthafte Zweifel an KajĂneks Schuld waren allerdings nie aufgekommen. Laut Justizminister Robert PelikĂĄn erfolgte die Begnadigung als Akt der Barmherzigkeit und nicht wegen Zweifeln an der Schuld KajĂneks.cite-ref-52[52] KajĂnek war wĂ€hrend seiner Haft u. a. durch einen Film und ein Buch zu groĂer Bekanntheit gelangt. Kurz vor Ende seiner Amtszeit löste Zeman erneut Empörung aus, als er seinen rechtskrĂ€ftig verurteilten Mitarbeiter MiloĆĄ Balak, den Leiter der Forstverwaltung des PrĂ€sidentenschlosses in Lany, begnadigte und damit vor einer Haftstrafe bewahrte.cite-ref-53[53] Kritiker warfen Zeman vor, die tschechische Justiz mit seiner Entscheidung vorgefĂŒhrt zu haben.cite-ref-6-54-0[54]
Auslegung der Amtsbefugnisse
Starke Kritik erntete Zeman, als er versuchte, seine Befugnisse als StaatsprĂ€sident gegenĂŒber dem bisherigen Usus auszudehnen. Nach dem Scheitern der Regierung Petr NeÄas im Jahr 2013 setzte sich Zeman etwa ĂŒber die MehrheitsverhĂ€ltnisse im Abgeordnetenhaus hinweg und beauftragte statt der von den bisherigen Koalitionsparteien nominierten Miroslava NÄmcovĂĄ JiĆĂ Rusnok mit der Bildung einer parteilosen Expertenregierung. Zeman begrĂŒndete dies mit dem Ziel, vorgezogene Neuwahlen zu erzwingen. Seine Kritiker â hauptsĂ€chlich aus der bisherigen Regierungskoalition â warfen Zeman daraufhin vor, er wĂŒrde das parlamentarische Regierungssystem aushebeln. TatsĂ€chlich zeichnete sich aber bei der Vertrauensabstimmung zwar keine Mehrheit fĂŒr die Regierung Rusnok ab. Es gab aber auch keine klare Mehrheit fĂŒr eine andere Regierungskonstellation. Das Abgeordnetenhaus löste sich daraufhin selbst auf und es kam zu den von Zeman angestrebten vorgezogenen Abgeordnetenhauswahlen. Bei den Neuwahlen erhielten die Sozialdemokraten statt eines allgemein erwarteten Zugewinns an Stimmen sogar Verluste von 2 Prozent. Zeman unterstĂŒtzte daraufhin das Bestreben des Vize-Parteichefs der Sozialdemokraten Michal HaĆĄek,cite-ref-55[55] den amtierenden Parteivorsitzenden und Spitzenkandidaten Bohuslav Sobotka abzulösen. Zeman wurde kritisiert, sein Amt nicht mit der gebotenen NeutralitĂ€t auszufĂŒhren. HaĆĄek setzte sich jedoch nicht durch. Daraufhin beauftragte Zeman Sobotka mit der Regierungsbildung.cite-ref-56[56]
Wortwahl und Verhalten
Nach einem Radio-Interview Zemans am 2. November 2014, in dem der PrĂ€sident in vulgĂ€rer Art und Weise unter anderem auf die russische Punkband Pussy Riot einging, erhob sich ein vielstimmiger Protest: Zeman habe nicht nur seinem eigenen Ansehen, sondern auch dem des PrĂ€sidentenamtes und des Staates geschadet. Der ehemalige Minister und Gegner Zemans, Karel Schwarzenberg, Ă€uĂerte, er wisse nicht, ob sich mit Zemans ĂuĂerungen ein Politiker oder ein Arzt befassen sollte. In einem Zeitungskommentar stand unverhĂŒllt, der PrĂ€sident sei physisch und psychisch vom Alkohol ruiniert.cite-ref-57[57]cite-ref-58[58]cite-ref-5-15-1[15]
Persönliche politische Bilanz
In einem Interview mit dem tschechischen Rundfunk anlÀsslich des Endes seiner Amtszeit als PrÀsident zog Zeman eine Bilanz seiner langen politischen Karriere und insbesondere seiner zehnjÀhrigen Amtszeit als StaatsprÀsident.cite-ref-6-54-1[54] Als Erfolge seiner Zeit als MinisterprÀsident rechnete er sich an:
âą die Verwaltungsreform mit dem Entstehen der selbstverwalteten Kreise,
âą die Professionalisierung der tschechischen Armee,
âą die Privatisierung der Banken
Des Weiteren wies er auf folgende positive Entwicklungen in dieser Zeit hin (ohne sie sich vom Wortlaut her persönlich zuzuschreiben):
âą der NATO-Beitritt seines Landes,
âą der Betrieb des Atomkraftwerkes TemelĂn,
âą das verhĂ€ltnismĂ€Ăig geringe Defizit des tschechischen Staatshaushaltes.
Andererseits rÀumte er als Misserfolg ein, die Korruption nicht entschieden genug bekÀmpft zu haben.
Als Schwerpunkt seiner Arbeit als Staatsoberhaupt bezeichnete Zeman, die nationalen Interessen seines Landes zu verteidigen. In diesem Zusammenhang nannte er vor allem die Wirtschaftsdiplomatie, von deren Notwendigkeit er nach eigener EinschĂ€tzung leider groĂe politische Kreise nicht habe ĂŒberzeugen können. (TatsĂ€chlich kritisierte Petr Hartman vom tschechischen Rundfunk in diesem Zusammenhang Zemans wirtschaftsdiplomatisches Zugehen auf Russland und China, dass es der tschechischen Diplomatie das Leben deutlich erschwert habe.). Allerdings rĂ€umte er im Zusammenhang mit dem Ukrainekonflikt ein, sich in der Person Vladimir Putins getĂ€uscht zu haben, wobei er aber zugleich darauf hinwies, dass auch andere dieser TĂ€uschung erlegen seien.
Seine umstrittene Begnadigungspraxis verteidigte Zeman auch im Nachhinein nachdrĂŒcklich.cite-ref-6-54-2[54]
Privatleben
MiloĆĄ Zeman war 1971 bis 1978 mit seiner ehemaligen Schulkameradin Blanka ZemanovĂĄ verheiratet, mit der er 1971 einen Sohn bekam, David. 1993 heiratete er seine mehr als zwanzig Jahre jĂŒngere SekretĂ€rin Ivana BednarÄĂkovĂĄ, die 1990 seinetwegen ein Romanistikstudium abgebrochen hatte. Die beiden bekamen 1994 eine Tochter, KateĆina.cite-ref-59[59]
Zeman lebte seit 2002 bis zu seiner AmtseinfĂŒhrung als PrĂ€sident in NovĂ© VeselĂ, wo er seit dem 18. August 1999 EhrenbĂŒrger ist. Zeman, der römisch-katholisch erzogen worden war, bezeichnet sich als âtoleranten Atheistenâ.cite-ref-60[60]
Ăffentliche Auftritte lieĂen wiederholt Vermutungen einer Alkoholkrankheit zu.cite-ref-61[61] Er verteidigte seinen Alkoholkonsum mit den Worten, dies sei âebenso normal wie die Tatsache, dass man sich nicht betrinken sollteâ. Auch sagte er: âAdolf Hitler war abstinent, Nichtraucher und Vegetarier und hat den Krieg verloren, wĂ€hrend der britische Premier Winston Churchill tĂ€glich eine Flasche Whisky und drei Flaschen Champagner trank und acht Zigarren rauchte â und er hat den Krieg gewonnen.âcite-ref-62[62] Zeman leidet nach eigenen Angaben an Diabetes und ist wegen einer Polyneuropathie inzwischen auf einen Rollstuhl angewiesen. Tschechische Medien berichteten zudem von einer Leberzirrhose.
Werke
âą Jak jsem se mĂœlil v politice (Wie ich mich in der Politik geirrt habe). J. Otto, 2005, ISBN 80-7360-260-1.
âą Vzestup a pĂĄd ÄeskĂ© sociĂĄlnĂ demokracie (Aufstiefg und Fall der tschechischen Sozialdemokratie). Andrej Ć Ć„astnĂœ, 2006, ISBN 80-86739-22-8.
Weblinks
Commons
: MiloĆĄ Zeman
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Offizielle Internetseite von MiloĆĄ Zeman (tschechisch)
Einzelnachweise
cite-note-0-11. â Zeman versus Schwarzenberg: Kdo se lĂ©pe starĂĄ o hrob svĂœch pĆedkĆŻ? In: TN.cz. 21. Januar 2013, abgerufen am 3. Juli 2023 (tschechisch).
cite-note-1-22. â MiloĆĄ Zeman. In: Novinky.cz. 29. Januar 2013, archiviert vom Original am 29. Januar 2013; abgerufen am 3. Juli 2023 (tschechisch).
cite-note-33. â TomĂĄĆĄ Koloc: O rodiÄĂch a dalĆĄĂch pĆedcĂch MiloĆĄe Zemana se toho moc nevĂ. Genealog toto prĂĄzdnĂ© mĂsto nynĂ zaplnil. In: DenĂk N. 15. Dezember 2019, abgerufen am 3. Juli 2023 (tschechisch).
cite-note-44. â Milos Zeman wird neuer PrĂ€sident. In: Spiegel Online. 26. Januar 2013, abgerufen am 8. MĂ€rz 2013.
cite-note-55. â Neuer tschechischer PrĂ€sident Zeman will die Korruption im Land bekĂ€mpfen. Deutschlandradio, 8. MĂ€rz 2013, abgerufen am 8. MĂ€rz 2013.
cite-note-66. â Tschechisches Statistisches Amt: Ergebnis der PrĂ€sidentschaftswahlen 2018. Abgerufen am 27. Januar 2018.
cite-note-sz-20211015-88. â Viktoria GroĂmann: Das tschechische RĂ€tsel. SĂŒddeutsche Zeitung, 15. Oktober 2021, abgerufen am 5. November 2021.
cite-note-faz-20211104-99. â Stephan Löwenstein: Ende des Machtkampfes in Sicht. In: FAZ.NET. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15. Oktober 2021, abgerufen am 5. November 2021.
cite-note-sz-20211102-1010. â Viktoria GroĂmann: Machtkampf um die Prager Burg. SĂŒddeutsche Zeitung, 2. November 2021, abgerufen am 5. November 2021.
cite-note-1111. â PoslednĂ den prezidenta Zemana na HradÄ. Po odchodu si chce zĆĂdit kancelĂĄĆ. 3. MĂ€rz 2023, abgerufen am 3. Juli 2023 (tschechisch).
cite-note-1212. â ÄeskĂĄ televize: Zeman zahĂĄjil Äinnost v novĂ© kancelĂĄĆi. ĂĆadovat v nĂ bude jednou v tĂœdnu. Abgerufen am 3. Juli 2023 (tschechisch).
cite-note-4-1414. â Klaus Brill: Tschechien und PrĂ€sident Zeman: Pöbeln in Prag. 5. November 2014, abgerufen am 14. Juli 2023.
cite-note-1616. â Ulrich Krökel: Tschechien: Die Populisten von Prag. 19. August 2018, abgerufen am 14. Juli 2023.
cite-note-1717. â âSpaltung der Gesellschaft als Strategieâ â Politologe JelĂnek ĂŒber PrĂ€sident Zeman. 8. Dezember 2014, abgerufen am 14. Juli 2023.
cite-note-1818. â DĆŻvÄra v prezidenta Zemana se od ĆĂjna rekordnÄ propadla. In: idnes.cz. 21. November 2014, abgerufen am 21. November 2014 (tschechisch).
cite-note-2020. â Populist Zeman bleibt im Amt Frankfurter Rundschau vom 28. Januar 2018
cite-note-2-2121. â Milos Zeman: Vertreibung war moderater als Todesstrafe. In: Tiroler Tageszeitung. 22. April 2013, abgerufen am 3. MĂ€rz 2020.
cite-note-2222. â Wahlen in Tschechien. Milos Zeman, der Vollblutpopulist in: Abendzeitung (27. Januar 2013).
cite-note-2323. â Johannes Rammund De Balliel-Lawrora: The Myriad Chronicles. German American World Historical Society, Inc., 2010, ISBN 978-1-4535-0528-1 (Zemans Aussagen im Werk in der Google-Buchsuche).
cite-note-2424. â Der Polterer von Prag. In: Spiegel Online. 26. Januar 2013, abgerufen am 13. MĂ€rz 2013.
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cite-note-3131. â Die besten Freunde kommen aus Tschechien. In: Israelnetz. 8. Oktober 2013, abgerufen am 4. Juli 2023.
cite-note-3-3232. â Israelnetz: Tschechischer PrĂ€sident Zeman erhĂ€lt höchste Ehrung Israels. In: Israelnetz. 12. Juli 2022, abgerufen am 4. Juli 2023.
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cite-note-3535. â Milos Zeman: Tschechiens PrĂ€sident fordert "Deportation von WirtschaftsflĂŒchtlingen". In: spiegel.de, 12. Februar 2016, abgerufen am 30. April 2016, 13:20.
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cite-note-5555. â Sozialdemokraten zerfleischen sich, Wiener Zeitung vom 29. Oktober 2013.
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cite-note-5757. â sueddeutsche.de vom 5. November 2014: Pöbeln in Prag
cite-note-5959. â Petra BarochovĂĄ: Obrazem: PrezidentskĂœ pĂĄr slavĂ stĆĂbrnou svatbu. Jak se zmÄnil za 25 let. In: iDNES.cz. 2. August 2018, abgerufen am 3. Juli 2023 (tschechisch).
cite-note-6060. â The Wall Street Journal: Czech President Milos Zeman Casts Himself as Unifier
cite-note-6161. â Konrad Kramar, Jana Patsch: Tschechien diskutiert Machtspiele und Trinkgewohnheiten des PrĂ€sidenten. In: kurier.at, 16. August 2013 (abgerufen am 2. Januar 2016)
cite-note-6262. â ORF.at: Zeman rechtfertigt Alkoholkonsum